Divino Weinshop

"Neuer Mann des Weines"

Nordheim  12. Juni 2009

Ex-Brauerei-Chef Markus Schoebel führt bald DIVINO!
NORDHEIM. Ab Ende September hat die DIVINO Nordheim einen neuen Geschäftsführer. Am Mittwoch wurde Markus Schoebel vorgestellt. Der Termin war passend gewählt, bekam "der Neue" doch an diesem Tag gleich einen Eindruck von dem Wein, den er in Zukunft verkaufen soll.

 

Die Winzergenossenschaft präsentierte nämlich am Mittwoch nicht nur den Nachfolger von Oskar Georg Noppenberger, sondern auch acht Silvaner-Kreationen anlässlich des Silvaner-Jubiläumsjahres. Dabei lernte Markus Schoebel außerdem auch ein paar der Winzer kennen, deren Trauben in den DIVINO-Weinen stecken, dazu unter anderem die Fränkische Weinkönigin Anna Saum und den scheidenden Weinbaupräsidenten Andreas Oestemer.

In der sanierten Zehnthofkapelle gegenüber der DIVINO-Vinothek stellte Noch-Geschäftsführer Noppenberger seinen Nachfolger vor, an den er den Stab vorraussichtlich Ende September gerne übergebe, wie er sagte. Schoebel will allerdings schon ab kommender Woche bei der DIVINO "reinschnuppern". Darauf freue er sich, sagte der 35-Jährige. Schoebel hatte sich bei einem mehrstufigen Auswahlverfahren gegen 54 Bewerber durchgesetzt. Überzeugt hat er vor allem durch seine Kenntnisse des Marktes. Schoebel war in den vergangenen sechs Jahren Geschäftsführer der Schwelmer Privatbrauerei aus Nordrhein-Westfalen. Und das ziemlich erfolgreich: In den Jahren 2003 und 2004 erreichte die Brauerei deutschlandweit die stärksten Zuwachsraten.

Neue Ideen und Impulse
"Er hat bewiesen, dass er eine Marke erfolgreich auf dem Markt etablieren kann", sagte denn auch Noppenberger auf die Frage nach Schoebels Qualitäten. Der Wechsel von Bier- in den Weinmarkt sei überhaupt kein Problem. Im Gegenteil, er habe ein gutes Gefühl, so Noppenberger. "Er bringt frische Ideen mit. Ich erwarte mir einige Impulse." Schoebel hat sich nach eigenen Angaben sochon Gedanken über die Zukunft der Winzergenossenschaft gemacht. Er habe bereits ein paar neue Projekte im Hinterkopf, die er umsetzen wolle. "Für Langeweile bin ich nicht hergekommen", sagt Schoebel. Für seinen Wechsel von der Bierbrauerei in das Weingeschäft gibt es für den 35-Jährigen einen einfachen Grund. "Der Wein hat mehr Potenzial."

Für die Brauereien seien dagegen die Prognosen eher schlecht. In der DIVINO Nordheim gäbe es eine "tolle Basis". Und große Fußstapfen, in die er trete. Die Aufgabe werde sicher nicht einfach. "Doch ich gaube, dass wir das schon hinkriegen." Schoebel hat nach der Schule den Beruf des Industriekaufmanns gelernt und Wirtschaftswissenschaften studiert. Er gründete eine Handelsagentur und Importfirma, verkaufte sie und wurde 2002 Geschäftsführer der Brauerei Schwelm. Ende des Jahres wird Schoebel der im Juli zum ersten Mal Vater wird, mit seiner Familie in die Gegend ziehen. Bis dahin wohnt er die Woche über in Würzburg.

Und Oskar Georg Noppenberger? Der ist einer von zwei Kandidaten für das Amt des fränkischen Weinbaupräsidenten, der am 26. Juni neugewählt wird. Wenn Noppbenberger sich hier nicht durchsetzen kann, will er sich trotzdem nicht in den Ruhestand verabschieden. "Ich habe noch zwei weitere Optionen", sagt er. Für Markus Schoebel heißt es jetzt, sich ins Thema Wein einzuarbeiten. "Bis jetzt habe ich nur Grundwissen." Zum Experten in Sachen Anbau und Kellerwirtschaft werde er aber sicher nicht werden. "Davon haben wir im Haus genug. Sie haben ja bewiesen, dass sie es können."

Quelle: "DIE KITZINGER"

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