DIVINO - Das Magazin | N° 1/2026 Frühjahr/Sommer

MENSCHEN, DIE ETWAS BEWEGEN: Der Mann der Zahlen LARS KUNERT IST DIPLOM KAUFMANN, KAUFMÄNNISCHER LEITER UND IT-VERANTWORTLICHER BEI DIVINO. GENAUGENOMMEN IST ER „DER MANN FÜR ALLE FÄLLE“ UND IMMER DA, WENN EINE KOLLEGIN ODER EIN KOLLEGE EIN (COMPUTER-)PROBLEM HABEN. Lieber Herr Kunert, beschreiben Sie doch bitte Ihre Aufgaben und Tätigkeiten. Meine Aufgaben bei DIVINO umfassen den kompletten Bereich der Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung mit dem dazugehörigen Mahnwesen, Anlagenbuchhaltung, Bankenabstimmungen und Vertragswesen, Versicherungen, Traubengeldabrechnungen und Mitgliedersupport in kaufmännischen Fragen, betriebswirtschaftliche Auswertungen, sowie Analysen, Einkauf, Monats- und Jahresabschlüsse und Inventuren durchführen. Ich bin Ansprechpartner für das Finanzamt und die Banken, First-Level IT-Support vor Ort für die Zusammenarbeit mit dem Infrastrukturpartner und Softwareanbieter und auch sonst Zuarbeiter und Kontaktperson in vielen Bereichen, die manchmal nur wenig mit dem kaufmännischen zu tun haben. Wie sieht für Sie ein typischer Arbeitstag aus? Einen wirklich typischen Arbeitstag gibt es meistens für mich nicht, da viele Aufgaben erst durch die Anforderungen über den Tag entstehen. Klar gibt es Dinge, die ich mir für den Tag vornehme und die auch erledigt werden müssen, aber sehr häufig verläuft der Tag anders als geplant. Wichtig ist mir jedoch, dass die betrieblichen Abläufe nicht durch die Buchhaltung behindert werden. Manchmal müssen rechtliche Vorgaben zwingend eingehalten werden, und die kosten natürlich Zeit. Hier kann ich mich sehr gut auf meine beiden Mitarbeiterinnen verlassen, die die wichtigen Zuarbeiten für das Rundlaufen des Verwaltungsmotors leisten. Denn man darf nicht vergessen, dass auch eine Abteilung wie die kaufmännische Leitung mit Buchhaltung und Einkauf auf sehr gute Teamleistungen angewiesen ist, und das kann ich zu 100% von meiner Abteilung sagen. Was sind die großen Herausforderungen? Nichts ist so beständig wie die Veränderung. Aber hierin liegt zumeist auch die größte Herausforderung. Wichtig ist eine gute Kommunikation, an der wir kontinuierlich arbeiten, und die wir auch immer weiter verbessern möchten. Was lieben Sie besonders an Ihrem Beruf? Die Vielfältigkeit der Aufgabe und den direkten Umgang mit Menschen. Welchen Bezug haben Sie persönlich zum Wein? Einen direkten persönlichen Bezug zum Wein – etwa weil in meiner Familie ein Winzer oder eine Winzerin wären – habe ich nicht. Aber als Genussmensch schätze ich durchaus einen (für mich) guten und leckeren Wein als Essensbegleiter oder als Schoppen in einer gemütlichen Runde Haben Sie einen DIVINO-Lieblingswein? Einen spezifischen Lieblingswein habe ich nicht, dafür ist Wein einfach zu vielschichtig und variiert je nach Anlass oder auch Tagesform. Das Gute ist, dass wir ja an der Quelle sitzen und die Möglichkeit haben, neue Weine oder „alte“ Weine aus neuen Jahrgängen direkt zu verkosten. Wein ist nun mal ein landwirtschaftliches Produkt und unterliegt den Launen der Natur. Aber genau das macht es ja so spannend. Ein großer Gewinner in den letzten Jahren ist in meinen Augen der Müller-Thurgau, der mir in unterschiedlichen Ausbauformen immer besser schmeckt. Wein muss mir schmecken. Wenn Sie nicht für DIVINO arbeiten, was tun Sie dann am liebsten? Ich praktiziere zum Ausgleich Taiji Chan/ Chuan und Qigong, habe auch inzwischen den Kursleiter mit einer 420h-Ausbildung abgeschlossen und darf damit Kurse leiten. Die Ausbildung ist im Umfang vergleichbar mit anderen Yogalehrerausbildungen. Zudem habe ich eine abge- schlossene Yoga Nidra-Ausbildung und ein großes Interesse an Astrologie. Wichtig ist mir ein tiefes Verständnis des meditativen Nutzens von chinesischen oder indischen Techniken als Kontrast zu unserer schnelllebigen und lauten Zeit. Wir benötigen einfach Ruhe zum Ausbalancieren von Stress und Hektik – die Balance von Yin und Yang. Daneben singe ich gerne, halte mich gerne in der Natur auf, koche, schwimme und lese gerne. Ich liebe meinen Platz in der Hängematte zwischen zwei wunderschönen Bäumen! Außerdem habe ich eine große Affinität zum Wasser und jedweden Aktivitäten darauf, damit und darin. Sind sie gebürtiger Franke? Nein, ich bin kein Franke, fühle mich aber als „Nei-Gschmeckter“ in Franken sehr wohl. Geboren und aufgewachsen bin ich im Münsterland, insgesamt 10 Jahre meines Lebens habe ich an der Küste gewohnt, fünf Jahre in Bonn im Rheinland, und in Hamburg habe ich studiert. Wenn Sie Besuch haben, wohin führen Sie Ihre Gäste im Fränkischen Weinland? Die Region hat so viele schöne Orte. Angetan haben es mir die terroir f-Punkte, weil sie echt magische Orte sind. Orte, an denen man die Seele baumeln lassen kann, und die einen dazu bringen, etwas Ruhe zu bekommen und aufzutanken. Was sollten Gäste in der Region unbedingt probiert haben? Die fränkische Küche gerne in Verbindung mit einem guten Wein oder einem kühlen Bier. Die Küche ist zwar etwas fleischlastig, aber es gibt inzwischen auch sehr schmack- hafte vegetarische Alternativen. Noch ein paar Worte zum Schluss bitte! Wir sind alle nur Gast auf dieser Erde, und wir haben nur eine. Wir haben keinen „Planet B“. Daher ist mir ein respektvoller Umgang mit unseren Mitmenschen, allen Lebewesen und der Natur sehr wichtig. Vielen Dank Herr Kunert! DIVINO MAGAZIN·Nº 1/2026 25

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