DIVINO - Das Magazin | N° 1/2026 Frühjahr/Sommer

Ihre Familie ist Mitglied bei DIVINO. Hat Sie das geprägt? Mein Papa ist seit 1990 Mitglied bei DIVINO. Es hat mich schon geprägt. Denn die Genossenschaft steht für Gemeinschaft, Qualität und Zusammenhalt. Schon früh habe ich deshalb gelernt, wie wichtig Kooperation, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung sind. Auch war ich während der letzten zwei Jahre des Öfteren mit DIVINO auf Weinmessen und durfte so die KundInnen von den Weinen der Winzergenossenschaft begeistern. Was könnte die Weinbranche Ihrer Meinung nach tun, um dem Kulturgut Wein zu helfen? Ich glaube, wir müssen zeigen, dass Wein mehr ist als ein Getränk. Dass er ein Kulturgut mit Geschichte, Handwerk und Emotionen ist. Mehr Transparenz, persönliche Geschichten und der direkte Kontakt zu den Menschen können helfen, Verständnis und Wertschätzung zu fördern – gerade auch bei der jüngeren Generation. Tolle Weinevents und die Glücksmomente müssen in den Vordergrund gestellt werden, wie beispielsweise das DIVINO Genussfestival, das Nordheimer Weinfest oder Gästeführungen. Wie geht Ihre persönliche Reise nun weiter? Wein wird immer ein Teil meines Lebens bleiben. Ich werde auf jeden Fall mein Studium abschließen. Die Erfahrungen aus meiner Amtszeit haben meinen Blick geweitet und mir gezeigt, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, sich weiterhin für den fränkischen Wein einzusetzen – sei es beruflich oder persönlich. Was wünschen Sie sich für den Frankenwein und die deutsche Weinwelt? Ich wünsche mir mehr Wertschätzung für die Arbeit der WinzerInnen, faire Rahmenbedingungen und den Mut, neue Wege zu gehen, ohne die eigenen Wurzeln zu vergessen. Denn der regionale Wein, vor allem der Frankenwein, soll weiterhin für hohe Qualität, Charakter und Handwerk sprechen. Was möchten Sie unseren LeserInnen gerne noch erzählen? Wein ist für mich mehr als ein alkoholisches Getränk, er ist ein Genussmittel. Er ist Ausdruck von Kultur, Geschichte und Lebensfreude. Wenn wir ihm mit Offenheit, Respekt und Wertschätzung begegnen, kann er Menschen verbinden – heute genauso wie seit tausenden von Jahren. DANKE liebe Antonia! FOTO: CW-FOTOART CHRISTOPH WEISS 12 Nº 1/2026·DIVINO MAGAZIN TITELSTORY

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